Jenisy - Motorradtour Ende Oktober 2016 - Kärnten - Steiermark
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Motorradtour Kärnten - Steiermark 10.2016
Abenteuer-Reisen-Leben = Erleben! www.jenisy.at   @2016
Zweiradfahrer müssen ihre Touren planen….  auch Besuche im Kreise der Familie! Planen deshalb, da die Jahreszeiten in unserem Lande einen starken Einfluß auf die Touren haben. Sobald das Thermometer unter Null Grad fällt, wird es für einen Biker ungemütlich, es ist die Kälte, die durch die Montur schleicht, die Finger unbeweglich macht und die Straßen vereist…. Also Blick auf die Wettervorhersage und für die nächsten 3 Tage waren die Zeichen auf positiv gesetzt. Freitag, den 21.10. Mittag ging es los, durch das verstopfte Wien, also fuhr  runter von der Tangente und auf Landstraßen bis Baden, dann auf der ungeliebten Autobahn in Richtung Semmering. Rund 450 Kilometer später, trotz einer fast stündlichen Straßensperre wegen einem Unfall knapp vor Feldkirchen, kam ich dann ein wenig “abgekühlt” knapp vor Einbruch der Dunkelheit in meinem Lieblings Gasthof Bergfried oberhalb des Millstättersees an. Familienbesuch am kommenden Tag, ein wenig um den See cruisen, gutes Essen und Entspannung pur, keine Glotze… DAFÜR einen herrlichen Ausblick auf die Landschaft und Stimmungsbilder ohne Ende.
Am Sonntag dann die Rückfahrt, den Morgen küsste ein netter Frost, der in den schattigen Waldstraßen spürbar war. Adrenalinkick war angesagt, denn die Mischung aus nassen Blättern und Nadeln, plus ein wenig Frost ließ die Reifen auf den Wegen tanzen… Im nebeligen Umfeld ging die Tour über Villach, Klagenfurt bis Völkermarkt, um schließlich im nebeligen Lavamünd zu landen. Die ganze Strecke war bisher fast ohne Autos, auch kein Motorrad war sichtbar. Von Lavamünd tourte ich die Straße hoch auf die Soboth, der dort bekannte Aussichtspunkt auf der Kärntner Seite war total verwaist, die Würstlbude geschlossen. Dafür gab es eine herbstliche nette Stimmung, ein wenig Schnee konnte man schon beschnuppern. Aufpassen war angesagt, da oberhalb der Nebelgrenze die Straße weitgehend naß war, auf der steirischen Seite gab es die berühmte “Fleckerlstraße”, ein Meisterwerk der steirischen Straßenbaukunst. Die Menge an Teer Verbindungsstreifen ist kaum zu überbieten.
Entspannung im Ort Soboth beim alten Freund Johannes im Alpengasthof Messner bei einem guten Mittagessen. Bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur besuchte ich noch einen 2. Fixpunkt der Südsteiermark, das Weingut Moser, ein netter Hofladen in der Nähe von Leutschach, auf ca. 800 Meter Höhe. Ein Plauscherl mit einem alten Freund Hugo, ein paar Flascherl vom Besten in meinen Koffer verstautund weiter geht die Rückreise über die Panoramastraße entlang der Steirich-Slowenischen Grenze mit traumhaften Ausblicken auf die “Steirische Toskana”. Eigentlich mag ich diesen Namen nicht besonders, denn es gibt keinen echten Vergleich mit der Toskana, höchsten eine Ähnlichkeit.
Vom Ort Glanz an der Weinstraße ging es dann nach Bruck/Mur, Semmering und auf der mit Fahrzeugen aller Art anschwellenden Autobahn bog ich vor Wr. Neustadt ab und kurvte über Eisenstadt, Breitenbrunn, Kaisersteinbruch über Bad Deutsch Altenburg über die große Brücke über die Donau nach Deutsch Wagram. Ein paar Kilometer mehr, dafür entspannter als über die verstopfte Route durch Wien, der ungeliebten Tangente und so weiter….. Nach der 2 ½ Tagestour zeigte der Tacho 1048 Kilometer an, als ich in der Dunkelheit mein Heim erreichte….  :-)